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Kolumne Wochenspiegel

Minus mal minus ergibt nicht immer plus

Die Instanz in Saarbrücken, von der
alle öffentlichen Bäder betrieben werden,
nennt sich Bäderbetriebsgesellschaft,
abgekürzt BBS. An ihrer Spitze steht
Alfons Wintrich, ein gut bezahlter
Geschäftsführer, von dem man ein
erfolgreiches Management erwarten darf.
Dessen oberster Dienstherr wiederum ist
neben der VVS ein gewisser Paul Borgart,
mit CDU-Parteibuch versehen und dem
stolzen Titel ,,Dezernent für Bürgerdienste,
Sicherheit und Sport“. Beiden sagt
man ruppige Umgangsformen nach, ob
sie besonders fleißig sind, darf zumindest
im Fall von Herrn Borgard öffentlich
bezweifelt werden. Schon vor etlichen
Monaten nämlich erging an ihn der Auftrag, endlich
ein innovatives Bäderkonzept für die
Landeshauptstadt Saarbrücken vorzulegen.
Denn die Lage der städtischen Bäder
ist katastrophal - finanziell und
was den Sanierungsbedarf angeht.
Vom Alsbachbad in Altenkessel
bis zum Toto-Bad am Rotenbühl, überall
tiefrote Zahlen. Hinzu kommen
noch 7 Schulschwimmbecken. Kürzlich wurde
aus Kostengründen der DLRG, Schulen und
etlichen Vereinen in Dudweiler
Knall auf Fall das beliebte Hallenbad fürs
Training entzogen. Ein handfester Skandal,
der die Unfähigkeit und Unsensibilität
der dafür Verantwortlichen beweist.
Es wird höchste Zeit, dass sich
Oberbürgermeisterin Britz persönlich um das
Bäder-Thema kümmert, statt hier weiter
zaudernd ,,herumzumerkeln“. Herr Borgard
und Herr Wintrich setzen Gesetze
der Mathematik außer Kraft. In ihrem
Fall ergibt nämlich minus mal minus ein Minus
und kein Plus. Wir brauchen dringend ein
neues Bäderkonzept, das auch die
Nachbargemeinden einschließt, das aber
auch Ansätze aufzeigt, wie neue
Besucher zu gewinnen und Synergien zu nutzen sind.
Nur Bäder dichtzumachen oder Öffnungszeiten
zu kappen, ist, um es britisch zu sagen,
,,stupid“ und das wird den Menschen in
unserer Stadt nicht gerecht.

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Kolumne Wochenspiegel vom 07.07.10
Kolumne Friedhelm Fiedler: