31.05.10 Rot-Rot-Grün: Die Lemminge von Saarbrücke
Wie im D-Zug rast die Stadt auf einen dunklen
Tunnel zu, an dessen Ende ein neuer
Schuldenrekord mit der deprimierenden Summe
von einer Milliarde Euro stehen könnte.
Und die Führer an den Schalthebeln der
rot-rot-grün gestreiften Lok tun gerade so, als ob
Schuldenmachen das Normalste der Welt sei.
Das aber ist das eigentlich Fatale: Bei ihrem
finanzpolitischen Treiben haben die Stadtverordneten
von SPD, Grünen und Linken weder ein schlechtes
Gewissen, noch plagt sie der Gedanke an morgen.
Dabei verfrühstücken sie, angeführt von einer
häufig lavierenden Oberbürgermeisterin,
fröhlich grinsend die Zukunft unserer Stadt.
Allein in diesem Jahr steigt die Schuldenlast
um 110 auf 740 Millionen Euro. Ein Teil ist
gewiss der Wirtschaftskrise geschuldet. Ein
Teil auch dem Ärgernis, dass in Berlin
Gesetze beschlossen wurden, deren finanzielle
Folgen in den Kommunen ausgebadet werden
müssen. Aber der weitaus größere Teil
spiegelt wider, dass Saarbrücken seit
Jahren deutlich über seine Verhältnisse lebt.
Und die Belastung von Bürgern und Wirtschaft
gerade in Saarbrücken wächst und wächst.
Allein in diesem Jahr um die stolze Summe
von 13 bis 15 Millionen Euro.
Wer dabei sachlich, aber hart die Folgen
des Werkelns mancher unprofessioneller
Dezernenten an der Spitze einer immer noch
lebenswerten Stadt kritisiert, wird von
Charlotte Britz spitzlippig abgekanzelt,
da rede mal wieder einer Saarbrücken schlecht.
Kritik mag die ,,rote“ Charlotte partout nicht
leiden. Da ist sie genauso verbohrt, wie sie
wider besseres Wissen an dem irrsinnigen Tunnelprojekt
festhält, das der Stadt kaum mehr neue Kunden
für Handel, Handwerk und Gewerbe bringen,
dafür aber die Verschuldung der
Landeshauptstadt weiter dramatisch
nach oben treiben wird – bis
zur völligen Handlungsunfähigkeit.
Das Traurige dabei ist, dass auch die CDU
beim Tunnel fleißig mit auf dem Gaspedal
steht. Da könnte man sich glatt fremdschämen.
Fiedler Friedhelm