09.10.2009 I FDP St. Johann-Nord
Bertold Bahner - Liberale Senioren fordern Modellprojekt für Senioren-Fitnessplätze in der
Landeshauptstadt
"Fitnessplätze für Senioren, wie sie kürzlich diskutiert wurden, sind seit langem eine Forderung der Liberalen Senioren", erklärt Bertold Bahner, Landesvorsitzender der Liberalen Senioren Saar (LiS).
Der anfangs benutzte Begriff "Seniorenspielplätze" sei bald aufgegeben und durch das Wort "Senioren-Fitnessplätze" ersetzt worden, weil er sachlich unzutreffend ist und auch leicht diskriminierend wirken kann. Auch habe sich die räumliche Kombination von Kinderspielplätzen und Senioren-Fitness als nicht sinnvoll erwiesen. Auf die Frage, ob sich ältere Menschen für spezielle Trainingsgeräte erwärmen könnten, gebe es eine einfache Antwort. Die Akzeptanz eines Senioren-Fitnessplatzes könne erhöht werden durch Hinzunahme von Boulebahn, Minigolf, Schachspiel, Tischtennis und ähnlichem.
"Im kürzlich beschlossenen Stadtentwicklungsplan von Saarbrücken wird die Aufenthaltsqualität für ältere Menschen im öffentlichen Raum als wichtiges Ziel der Kommunalpolitik bezeichnet", sagt Bahner, der an der Ausarbeitung des entsprechenden Kapitels mitgewirkt hat.
Dazu gehörten eine Überprüfung der Fußgängerüberwege und Ampelphasen ebenso wie leicht lesbare Hinweis- und Informationsschilder. Vor allem aber eine entsprechende altengerechte Gestaltung von Sitzbänken mit Rücklehnen und Armlehnen. Zum Beispiel in der zur Zeit im Umbau befindlichen Fußgängerzone Sulzbach- und Futterstraße. Vor allem seien die neuen Betonbänke auf dem Landwehrplatz absolut nicht seniorengerecht und müssten ausgetauscht werden.
"Die Liberalen Senioren fordern die Stadtverwaltung auf, den demographischen Wandel ernst zu nehmen und entsprechend ihrer eigenen Entwicklungsplanung zu handeln", erklärt Bahner. "Mit der Einrichtung eines Senioren-Fitnessplatzes kann die Stadt darüber hinaus ein Zeichen setzen. An der Akzeptanz eines solchen Modellprojekts ließe sich ablesen, ob Senioren-Fitnessplätze dann als Teil kommunaler Infrastruktur überall im Saarland entstehen können. Deshalb ist ein solches Modellprojekt der Landeshauptstadt von der Landesregierung mitzufinanzieren."
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