FDP St. Johann-Nord
Sehr geehrte Apothekerin, Sehr geehrter Apotheker,
zunächst darf ich mich kurz vorstellen: Ich heiße Friedhelm Fiedler, bin 60 Jahre alt. Von der beruflichen Ausbildung bin ich Journalist. Ich habe zudem eine berufsbegleitende Management-Weiterbildung an der Business School in St. Gallen/Schweiz genossen. Beruflich habe ich in führenden Verlagshäusern gearbeitet, war Mitglied der Bundespressekonferenz in Berlin und war unter anderem fast neun Jahre Chefredakteur der Saarbrücker Zeitung. Heute bin ich Mitglied in der Geschäftsleitung eines großen mittelständischen Unternehmens mit Sitz in Saarbrücken, das deutschlandweit über 10 000 Mitarbeiter beschäftigt.
Daneben engagiere ich mich für das Gesundheitsforum Saar e.V. und habe dort mehrere große Veranstaltungsforen mitorganisiert – u.a. zum Thema ,,Elektronische Gesundheitskarte – Sinn und vor allem Unsinn?’’ oder kürzlich zum Thema ,,Wie viele Krankenhäuser braucht das Saarland?``. Und jetzt komme ich zum Kern meines Briefes: Politisch bin ich bei der FDP organisiert und bin der Spitzenkandidat der Liberalen für die Stadtratswahl in Saarbrücken.
Meine Parteifreunde und ich setzen uns mit viel Engagement dafür ein, dass unsere Landeshauptstadt und unser Saarland nach den Kommunal- und Landtagswahlen nicht von einer rot-roten Mehrheit regiert werden. Was Rot-Rot zum Beispiel für die Gesundheits- und Pflege-Politik im Land bedeuten würde, muss ich gerade Ihnen nicht erläutern. Die FDP fordert für alle Bürgerinnen und Bürger eine ambulante, menschliche, wohnortnahe und zeitgemäße Gesundheitsgrundversorgung im Zentrum von Saarbrücken und in seinen vielen Stadteilen. Saarbrücken muss als Oberzentrum für moderne Medizin weiter gestärkt werden.
Rot-Rot also ein klares Nein. Aber auch mit den politischen Leistungen der CDU in diesem Land können wir alle nicht zufrieden sein. War es doch ein CDU-Minister, der mit brachialer Gewalt versucht hatte, Doc Morris im Saarland zu positionieren und damit in ganz Deutschland Tür und Tor zu öffnen für eine hochkommerzielle Ketten-Versorgung im Medikamenten-Bereich. Gott sei Dank haben die Richter am Europäischen Gerichtshof diesem Unterfangen von Herrn Hecken jetzt einen Riegel vorgeschoben.
Apothekenketten, wie sie die niederländische Unternehmensgruppe Doc Morris in Deutschland aufbauen wollte, bleiben verboten. Auch in Saarbrücken, wo ja alles begonnen hatte. Das deutsche Apothekengesetz, das Besitz und Betrieb einer Apotheke nur Apothekern gestattet, ist mit europäischem Recht vereinbar. Ihre Begründung stützt das Gericht auf zwei Kernargumente, die - verkürzt - so lauten: Arzneimittel sind spezielle Waren. Solche risikobehafteten Produkte dürfen nur von Menschen verkauft werden, die ein ,,gezügeltes’’ Gewinnstreben haben. Und das unterstellen die EU-Juristen den Apothekern - nicht jedoch deren Kollegen, die Angestellte einer Filialkette sind. Diese Argumentation macht den deutschen Apotheker zu einer einzigartigen Spezies von Geschäftsmann. Und mit dieser Regelung ist Deutschland bislang sehr gut gefahren. Dies war und ist mein Standpunkt in der FDP.
Das Saarland, speziell aber auch Saarbrücken braucht eine starke FDP, die dafür sorgt, dass sich gute und bewährte Regelungen nicht über Nacht in ihr Gegenteil verkehren. Durchsetzen können wir unsere Vorstellungen in Stadt, Land und Bund aber nur, wenn möglichst viele Menschen uns bei den anstehenden Wahlen ihre Stimme geben. Deshalb meine herzliche Bitte: Gehen Sie am 7. Juni bei der Wahl zum Saarbrücker Stadtrat unbedingt wählen. Freuen würde es mich, wenn Sie mir dann auch Ihre Stimme geben würden.
Es grüßt Sie ganz herzlich
Friedhelm Fiedler, Spitzenkandidat der FDP zur Saarbrücker Stadtratswahl am 7. Juni