10.05.2009 I FDP St. Johann-Nord
Saarbrücken, im Mai 2009
Sehr geehrte Damen und Herren der Medizin,
zunächst darf ich mich kurz vorstellen: Ich heiße Friedhelm Fiedler, bin 60 Jahre alt. Von der beruflichen Ausbildung bin ich Journalist. Ich habe zudem eine berufsbegleitende Management-Weiterbildung an der Business School in St. Gallen/Schweiz genossen. Beruflich habe ich in führenden Verlagshäusern gearbeitet, war Mitglied der Bundespressekonferenz in Berlin und war unter anderem fast neun Jahre Chefredakteur der Saarbrücker Zeitung. Heute bin ich Mitglied in der Geschäftsleitung eines großen mittelständischen Unternehmens mit Sitz in Saarbrücken, das deutschlandweit über 10 000 Mitarbeiter beschäftigt.
Daneben engagiere ich mich für das Gesundheitsforum Saar e.V. und habe dort mehrere große Veranstaltungsforen mitorganisiert – u.a. zum Thema ,,Elektronische Gesundheitskarte – Sinn und vor allem Unsinn?’’ oder kürzlich zum Thema ,,Wie viele Krankenhäuser braucht das Saarland`“.
Und jetzt komme ich zum Kern meines Briefes: Politisch bin ich bei der FDP organisiert und bin der Spitzenkandidat der Liberalen für die Stadtratswahl in Saarbrücken. Meine Parteifreunde und ich setzen uns mit viel Engagement dafür ein, dass unsere Landeshauptstadt und unser Saarland nach den Kommunal- und Landtagswahlen nicht von einer rot-roten Mehrheit regiert werden. Was Rot-Rot zum Beispiel für die Gesundheits- und Pflege-Politik im Land bedeuten würde, muss ich gerade Ihnen nicht erläutern. Die FDP fordert für alle Bürgerinnen und Bürger eine ambulante, menschliche, wohnortnahe und zeitgemäße Gesundheitsgrundversorgung im Zentrum von Saarbrücken und in seinen vielen Stadteilen. Saarbrücken muss als Oberzentrum für moderne Medizin weiter gestärkt werden. Aufgrund der desaströsen Gesundheitspolitik der großen Koalition geraten immer mehr Krankenhäuser und Arztpraxen in finanzielle Schwierigkeiten. Der Gesundheitsfonds macht die gesetzliche Krankenversicherung und zunehmend auch die private Krankenversicherung zum Spielball wechselnder bundespolitischer Interessen und führt in die Zentralisierung.
Das Vergütungssystem der Ärzte ist viel zu kompliziert, intransparent und wird vor allem auch den regionalen Anforderungen nicht gerecht. Durch den hochkomplexen morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich entstehen neue Ungerechtigkeiten.
Über Jahre hinweg haben Regelungsdichte und Komplexität im Gesundheitswesen immer mehr zugenommen, ohne dass die grundlegenden Probleme gelöst wurden.
Wir sind strikt gegen die schwarz-rote Gesundheits-Planwirtschaft und setzen uns vor dem Hintergrund der unsäglichen Berliner Gesundheitsreform dafür ein, dass Ärztinnen und Ärzte verlässliche und faire Rahmenbedingungen und auch den Leistungen angemessene finanzielle Auskommen haben. Die Freiberuflichkeit muss gestärkt und das wichtige Arzt-Patienten-Verhältnis in den Mittelpunkt gestellt werden.
Die FDP ist heute die einzige Partei, die klar Position auch für Ärzte und Apotheker bezieht. Durchsetzen können wir unsere Vorstellungen in Stadt, Land und Bund aber nur, wenn möglichst viele Menschen uns bei den anstehenden Wahlen ihre Stimme geben. Deshalb meine herzliche Bitte: Gehen Sie am 7. Juni unbedingt wählen. Freuen würde es mich, wenn Sie mir dann auch Ihre Stimme geben würden.
Es grüßt Sie ganz herzlich
Friedhelm Fiedler,
Spitzenkandidat der FDP zur Saarbrücker Stadtratswahl am 7. Juni